Friday, November 27, 2009

Rap-Fetzen

Die Verrücktheiten dieser Welt schreib ich auf mein Sternenzelt,
der Nachts aufgebahrt in den Himmel starrt.
Wie Punkte im schwarz schweben, als Netz um den Kopf sich legen,
mein ich abzuheben, dem Nirgendwo entgegen.
Traumbild bemuttert Ratio, schäumt wild auf in Post-Fellatio-
Eruptionen bauen Inseln, als rasierte Zwerge ihrem Bart nachwinseln.
Schleckermäulchen mit Wissen in Mundwinkeln,
Zwangsläufigkeiten, die meinen Reim anpinkeln,
Eins nach dem anderen, wie Generationen wanderten
Durch ihre Zeit, fühlten sich nie bereit abzudanken
stets im Wanken zwischen Größenwahn und Untergang.
Was davon klar war, echt oder wahr, stet auf einem andern Blatt,
ist das ein Grund, sich satt zurückzulehnen, die eigene Zeit zu dehnen,
aufzublähen, im Cyberspace Wölkchen zu sähen?
Ich denke ja und nein, in Zig-Millionien-Wesenheit ist jeder Augenblick einzig,
ebenso winzig klein wie weit.
Wenn ich still daliege, romantisch im Traum mich wiege,
gewinnt das Fließen, das ich bin, diffuse Weitsicht, die ich kaum kriege,
wenn ich mir den Kopf zerbrech, mit Nadeln den Ballon zerstech,
den ich gern fliegen lass, er bringt der Welt nicht nur Phantasie und Spaß.
Du weißt nie, wo er ist.
Ist er erst da, wenn du ihn nicht mehr vermisst?


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(2007)

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